Luxus To Go

Luxus To Go

Gehört ihr auch zu den Menschen deren erster Weg am Morgen das Kaffeehaus oder die Bäckerei des Vertrauens für einen “Coffee to go” ist? Bei mir gehört dieses Ritual in etwa so dazu wie duschen und Zähneputzen. Ich fühle mich irgendwie unvollkommen, wenn ich es auslasse. Es ist auch nicht so, als ob ich mir zu Hause oder im Büro nicht ganz easy per Knopfdruck Kaffee runterlassen könnte. Aber das ist einfach nicht dasselbe!

Letztens habe ich mich mit dem Thema “Sparen” auseinandergesetzt (was ich ruhig öfter machen könnte), und habe mir überlegt, was mir so im täglichen Leben das Geld aus der Tasche zieht. Und siehe da, die als zu teuer verschrieenen Nespresso-Kapseln sind eine Goldgrube, verglichen zu meinen luxuriösen Pappbecher-Kaffees. Im Durchschnitt gebe ich 4 Euro am Tag für Heissgetränke zum Mitnehmen aus. Das sind 28 Euro die Woche, 112 Euro im Monat – und ganze 1344 Euro im Jahr. 1 3 4 4 Euro!

Seitdem ich weiss, was mich diese Gewohnheit jährlich kostet, habe ich zu Hause ein Sparschwein aufgestellt. Jeden Abend schmeisse ich die 4 Euro, sofern ich sie nicht für mein geliebtes Laster ausgegeben habe, hinein. Dieser Akt gleicht dann ein wenig den To-Go-Entzug aus, der mir doch mehr als gewünscht auffällt. Im Übrigen funktioniert bei mir auch der eigens befüllte „Fix-Becher“ nicht las Substitution. Da bleibt nur der kalte Entzug.

In einem Jahr werde ich sehen, mit was für einer Summe meine Enthaltsamkeit entlohnt wird. Und mit der kaufe ich mir dann vielleicht eine neue Kaffeemaschine. Oder fahre in den Urlaub. Und gönn mir dort jeden Tag einen Kaffee zum Mitnehmen. Immerhin gönnt man sich ja sonst nichts!

 

Positiv Denken My Ass

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Weihnachten 2016

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